Spurenelementen für die Gesundheit - Stellenwert von Chrom

 

Spurenelement Chrom - welche Wirkungen hat Chrom im Körper?

Gibt es einen klinisch relevanten Chrommangel in Deutschland?

Ist eine Chrom-Supplementation bei Diabetes mellitus wirksam?

Kann Chrom zu Reduktion des Körpergewichts beitragen?



Hintergrund

Chrom zählt zu den essenziellen Nahrungsbestandteilen. Durch seine Fähigkeit die Wirkung von Insulin zu verbessern,  beeinflusst Chrom den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen.
Die Rolle von Chrom als essenzielles Spurenelement wird zunehmend in Frage gestellt. Die Tatsache, dass es bisher nicht gelungen, ist ein klares Bild eines Chrommangels zu definieren, hat dazu beigetragen. Alternativ wurde daher vorgeschlagen, Chrom den Status eines nicht-essenziellen Spurenelementes mit positiver Wirkung auf den Stoffwechsel zuzuschreiben.


Funktion von Chrom beim Menschen

Zahlreiche Wirkungen von Chrom wurden bisher überwiegend in tierexperimentellen Untersuchungen nachgewiesen (14). Dazu zählt u.a. der positive Einfluss auf verschiedene Parameter des Fettstoffwechsels (Abnahme Gesamt-Cholesterinspiegel, LDL-Cholesterin und Triglyceride). Auch soll Chrom die Aufnahme von Aminosäuren in die Zelle verbessern und den Leptinspiegel verringern. Der genaue Wirkmechanismus mit dem Chrom Einfluss auf den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel nimmt, ist nicht genau bekannt.
Chrom ist zudem an der Funktion des Immunsystems beteiligt. Auch kann Chrom die biologische Funktion anderer Spurenelemente beeinflussen. Durch seine Wechselwirkung mit dem Eisenstoffwechsel kann Chrom beispielsweise an der Entstehung einer Anämie (Blutarmut) beteiligt sein.

Spurenelemente für die Gesundheit - Stellenwert von Mangan

Manganmangel - Welche Folgen hat eine unzureichende Versorgung mit Mangan?

Manganvergiftung - Welche Folgen hat eine chronisch erhöhte Manganaufnahme?



Hintergrund

Mangan zählt zu den essenziellen Nahrungsbestandteilen. Mangan wirkt als Bestandteil mehrerer Enzyme und ist an einer Reihe wichtiger physiologischer Stoffwechselprozesse beteiligt.
Bei der Manganversorgung muss das Risiko einer zu hohen Aufnahme gegen die Notwendigkeit einer Mindestzufuhr abgewogen werden. Beide Extreme der Manganversorgung können zu deutlichen gesundheitlichen Einschränkungen führen.


Funktion von Mangan beim Menschen

Mangan ist wichtig für die Knochenbildung, den Fett- und Kohlehydratstoffwechsel, die Blutzuckerregulation und die Calcium-Resorption. Mangan spielt eine bedeutende Rolle beim Eisenstoffwechsel.
Mangan ist im Körper zudem am Aufbau von Bindegewebe beteiligt, dazu zählt auch die Synthese von Proteoglykanen im Knorpelgewebe. Mangan ist an der Bildung von Melanin (Pigmente) beteiligt.
Wichtige Funktionen des Mangans beziehen sich auf seine Beteiligung an Enzymsystemen. Mangan fungiert als Kofaktor für eine Reihe von Enzymen, die für die Funktion von Nervenzellen erforderlich sind. Außerdem aktiviert Mangan eine Reihe von Enzymen, die beispielsweise als Antioxidans wirken.
Mangan wird darüber hinaus für die Insulinsynthese und -sekretion sowie für die Bildung von Harnstoff benötigt.

Spurenelemente für die Gesundheit – Stellenwert von Kupfer

Welche Folgen hat ein Kupfermangel?

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Kupferzufuhr und Alzheimer-Erkrankung?

Gibt es Wechselwirkungen zwischen Kupfer, Zink und Eisen?

Welche Erkrankungen werden durch einen Kupfermangel beeinflusst?

Wie hoch liegt der Tagesbedarf an Kupfer?



Hintergrund

Das Spurenelement Kupfer ist für den Menschen essenziell und ein notwendiger Bestandteil verschiedener Enzyme. Kupfer spielt eine wichtige Rolle für das Immunsystem und beim Eisenstoffwechsel.

Ein niedriger Kupferstatus wurde mit verschiedenen Funktionsstörungen und Erkrankungen in Verbindung gebracht. Dazu zählen u.a. Skelettveränderungen während der Entwicklung, ein erhöhtes Risiko für Osteoporose, eine geschwächte Immunantwort, vermehrt auftretende Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Veränderungen im Cholesterin-Stoffwechsel (2, 5, 6).

Spurenelemente für die Gesundheit - Stellenwert von Selen

Spurenelement Selen



Fragen, die in diesem Beitrag beantwortet werden:

  • Welche Erkrankungen werden durch einen Selenmangel beeinflusst?  
  • Wie hoch liegt der Tagesbedarf an Selen?  
  • Ist eine Vorbeugung von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch eine zusätzliche Selen-Einnahme möglich? 
  • Welche Bedeutung hat Selen für die Schilddrüsenfunktion? 
  • Wird die männliche Fruchtbarkeit durch einen Selenmangel beeinträchtigt?


Hintergrund

Selen ist für den Menschen ein essentielles Spurenelement. Selen ist ein wesentlicher Bestandteil der Selenoproteine. Diese spielen eine wichtige Rolle für zahlreiche biologische Funktionen, wie zum Beispiel beim Schutz vor Antioxidantien, bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen und bei der Fruchtbarkeit und Reproduktion.


Funktion

Selen ist ein unentbehrlicher Bestandteil des antioxidativen Systems des Menschen (Katalysator der Glutathion-Peroxidasen). Der Organismus wird dadurch vor einer oxidativen Schädigung geschützt.
Selen trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei: Für Selen ist belegt, dass es die Antikörperbildung und die Aktivität der T-Helferzellen sowie der zytotoxischen T- und NK-Zellen stimuliert.
Selen trägt auch zum Erhalt normaler Nägel und Haare bei.

Der Körperbestand an Selen beträgt bei einem 70 kg schweren Erwachsenen ca. 20 mg (10).

Jodversorgung in Deutschland – der Jodmangel und seine Folgen

 

Die Folgen eines Jodmangels betreffen besonders Kinder

  • Wie häufig ist ein Jodmangel in Deutschland?

  • Welche Bevölkerungsgruppen sind besonders von einem Jodmangel bedroht?

  • Wie häufig sind Funktionsstörungen der Schilddrüse?



Hintergrund

Im Jahr 2013 galten nach den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch 30 Staaten als Jodmangelregionen (13). Auch wenn Deutschland nach Bewertung der WHO nicht mehr als Jodmangelgebiet gilt (9), weist ein großer Teil der Bevölkerung weiterhin eine unzureichende Jodversorgung auf.
Gut begründeten Schätzungen zufolge leiden mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland unter einer behandlungsbedürftigen Jodmangelstruma oder knotigen Schilddrüsenveränderung.

Zu dem Teil der deutschen Bevölkerung, der weiterhin unzureichend mit Jod versorgt ist, zählen häufig Schwangere, Stillende und deren Kinder, die diesem Mangel ebenfalls ausgesetzt sind. Auch Jugendliche haben einen erhöhten Bedarf und sind zum Teil unterversorgt. Darüber hinaus zählen auch Vegetarier und Veganer zu den Risikogruppen für einen Jodmangel.

Zink Update – Welche Erkrankungen werden durch einen Zinkmangel beeinflusst?

 

Zinkmangel und seine Folgen

Folgende Fragen werden in diesem Beitrag beantwortet?

  • Wie häufig ist ein Zinkmangel?
  • Welche Symptome verursacht ein Zinkmangel?
  • Ist Zink zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten wirksam?
  • Welche Erkankungen profitieren von einer guten Zinkversorgung?


Hintergrund

Zink ist ein essenzielles Spurenelement und wichtig für das Wachstum und für die normale Funktion des Immunsystems. Insgesamt enthält der Körper des Erwachsenen zwischen 1,5 und 2,5 g Zink. 
Zink ist an einer Vielzahl biochemischer Funktionen beteiligt. Über 300 Enzyme benötigen Zink für ihre Aktivierung und fast 2000 Transkriptionsfaktoren benötigen Zink für die Genexpression (16). Zink ist essenziell für die Zell-vermittelte Immunität. Zink ist auch ein wirksames Antioxidationsmittel und hat entzündungshemmende Eigenschaften.

Update Magnesium – Welche Erkrankungen werden durch einen Magnesiummangel beeinflusst?

 

Erkrankungen, die von einer Magnesium-Behandlung profitieren

Ergebnisse einer Literaturrecherche zur Wirkung von Magnesium bei Bluthochdruck, Migräne, Herzrhythmusstörungen, Wadenkrämpfen und chronischen Entzündungen



Hintergrund

Magnesium ist das vierthäufigste Mineral im menschlichen Körper und ist Cofaktor für mehr als 300 metabolische Reaktionen im Körper. Etwa 50 % des Körperbestandes von Magnesium findet sich in den Knochen, 50 % in den Geweben und Organen und nur weniger als 1 % zirkulieren im Blut. Der Gesamtkörperbestand an Magnesium beträgt zwischen 21 und 28 g für einen durchschnittlich 70 kg schweren Erwachsenen. Der Serum-Magnesiumspiegel liegt normalerweise in einem Bereich von 1,7 bis 2,5 mg/dl
(0,69-1,027 mmol/L) .
Magnesium spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der normalen Nerven- und Muskelfunktion. Auch für den Herzrhythmus und den Gefäßtonus und damit für einen normalen Blutdruck ist Magnesium von Bedeutung. Darüber hinaus werden die Knochenintegrität und der Glukose- und Insulin-Stoffwechsel wesentlich durch eine ausreichende Verfügbarkeit von Magnesium beeinflusst. Ein Magnesiummangel wird mit einer Reihe von chronischen Erkrankungen, einschließlich Migräne, Apoplexie (Schlaganfall), Hypertonie, Herz-Kreislauferkrankungen Alzheimer-Erkrankung und Diabetes mellitus Typ 2 in Verbindung gebracht.

Muskelkrämpfe, Beinkrämpfe, nächtliche Wadenkrämpfe – Gibt es wirksame Behandlungsmöglichkeiten?


Ist Magnesium bei der Behandlung von nächtlichen Wadenkrämpfen wirksam?

Gibt es eine wirksame Therapie von Muskelkrämpfen?


Nächtliche Muskelkrämpfe in den Beinen, insbesondere Wadenkrämpfe, sind häufig und können starke Schmerzen und Schlafstörungen verursachen. Wiederholt auftretende Muskelkrämpfe ohne offensichtliche Ursache werden von Ärzten häufig bei sportlich aktiven Personen, aber auch ohne Verbindung zum Sport oder im Rahmen der Schwangerschaft behandelt.

Kalium - Welche gesundheitlichen Auswirkungen hat eine erhöhte Kaliumzufuhr?


Erhöhter Blutdruck – Wirkt eine zusätzliche Kaliumzufuhr blutdrucksenkend?

Blutdrucksenkung ohne Medikamente – Senkt eine gute Kaliumversorgung den Blutdruck?



Hintergrund

Die empfohlene tägliche Aufnahme von Kalium für Erwachsene liegt seit Januar 2017 in Deutschland bei 4.000 mg. Für stillende Frauen wird eine Zufuhr von 4.400 mg als angemessen angesehen. Zuvor lagen die deutschen Empfehlungen mit 2.000 mg Kalium deutlich unter den Empfehlungen anderer Länder (Alburto 2013).

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Die neuen deutschen Empfehlungen gehen über die von der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit vorgegebenen Werte hinaus: Demnach wird für Männer und Frauen die Aufnahme von 3.500 mg Kalium pro Tag als angemessen angesehen. (ESFA 2016).

In der Schwangerschaft wird keine erhöhte Kalium-Aufnahme empfohlen. Bei stillenden Frauen liegt aufgrund der Kaliumverluste über die Muttermilch ein erhöhter Bedarf vor. Daraus abgeleitet wird für stillende Frauen eine tägliche Zufuhr von 4.000 mg Kalium empfohlen (ESFA 2016).

Von der Cochrane-Collaboration wurden eine systematische Überprüfung der Literatur und eine Metaanalyse durchgeführt, um das Wissen zur Auswirkung einer Kaliumzufuhr auf die Gesundheit zu erweitern. Insgesamt wurden 22 randomisierte kontrollierte Studien mit zusammen 1.606 Teilnehmern in die Analyse eingeschlossen. Untersucht wurden in diesen Studien u.a. die Wirkung von Kalium auf den Blutdruck, die Blutfette und die Nierenfunktion. Zusätzlich wurden  Daten aus 11 Kohortenstudien mit 127.038 Teilnehmer berücksichtigt, um Aussagen zu den Auswirkungen einer hohen Kaliumzufuhr auf die Gesamtmortalität, auf kardiovaskuläre Erkrankungen, Schlaganfall und die koronare Herzkrankheit bei Erwachsenen abzuleiten (Alburto 2013).

Reizdarmsyndrom – Sind Probiotika wirksam zur Linderung von Durchfall, Bauchschmerzen und Völlegefühl?



Gibt es Unterschiede in der Wirksamkeit von Probiotika bei der Behandlung des Reizdarmsyndroms? 

Welche Bakterienstämme gelten als wirksam, welche als unwirksam?



Hintergrund

Probiotika sind Zubereitungen, die lebensfähige Mikrooganismen enthalten, die bei der Einnahme positive Auswirkungen auf die Gesundheit des Patienten durch die Veränderung der Magen-Darm-Flora haben.

Probiotika umfassen Formulierungen, die aus Einzel- oder Mischkulturen von lebenden Mikroorganismen bestehen und in verschiedenen Zubereitungen, einschließlich fermentierter Milchprodukte, Nahrungsmittelprodukte (Snacks, Schokolade, etc.), Kapseln, Pillen und Pulver erhältlich sind.

Nach den Ergebnissen zahlreicher Studien gibt es weit über 400 probiotische Stämme in unserem Körper. Einige dieser Probiotika sind ständige „Bewohner“, und andere nur vorübergehende. Interessant ist, dass nur 20 Stämme für 75 Prozent der Masse von Bakterien, die in unserem Körper leben verantwortlich sind.

Eine Vielzahl verschiedener Stämme von Probiotika sind bisher zur Behandlung des Reizdarmsyndroms untersucht worden, wobei die am häufigsten verwendeten Organismen Lactobazillen und Bifidobakterien sind. Mehrere klinische Studien haben die Wirksamkeit von Probiotika bei Patienten mit Reizdarmsyndrom bewertet. Im allgemeinen können Probiotika für Patienten mit verschiedenen Arten des Reizdarmsyndroms (je nachdem, ob Durchfall, Verstopfung oder wechselnde Stuhlunregelmäßigkeiten im Vordergrund stehen) verwendet werden (12).

In Deutschland wird die Prävalenz des Reizdarmsyndroms mit 15 bis 22 Prozent angegeben (4). Nur etwa 20 Prozent der Betroffenen mit Reizdarmsyndrom suchen einen Arzt auf, abhängig von der Schwere der Symptome und der Einschränkung der Lebensqualität.

Probiotika zur unterstützenden Behandlung der Colitis ulcerosa

 

Welche Probiotika können wirksam in Ergänzung zur Standard-Therapie der Colitis ulcerosa angwendet werden?


Dieser Beitrag bewertet die aktuelle Studienlage zur Wirksamkeit von Probiotika bei der unterstützenden Behandlung der Colitis ulcerosa. In zahlreichen Studien wurde die Wirksamkeit von Probiotika zur Aufrechterhaltung der Remission bei Colitis ulcerosa untersucht. Klinische Studien zur Wirksamkeit von Probiotika für die Induktion einer Remission bei Colitis ulcerosa ergaben ermutigende, wenn auch widersprüchliche Ergebnisse.

Wirksamkeit Vitamin C - Stellenwert von Vitamin C zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen



  • Welche Wirkungen von Vitamin C sind belegt?

  • Bei welchen Erkrankungen ist eine Vorbeugung mit Vitamin C sinnvoll?

  • Bei welchen Erkrankungen ist eine zusätzliche Vitamin-C-Einnahme wirksam?

  • Bei welchen Erkrankungen hat sich Vitamin C als unwirksam erwiesen?



Hintergrund

Der folgende Beitrag dokumentiert die jüngsten Forschungsergebnisse zur Wirksamkeit von Vitamin C (Ascorbinsäure). Zahlreiche neue Erkenntnisse zu Vitamin C sind für die Vorbeugung und unterstützende Behandlung von Krebs veröffentlicht worden. Weitere Beiträge beziehen sich auf die Prävention von Asthmaanfällen, die Heilung von Knochenbrüchen und die Vorbeugung von Seekrankheit. Ebenfalls diskutiert werden Untersuchungen zum Einfluss von Vitamin C auf die Gedächtnisleistung, die Wundheilung und den Eisenstoffwechsel. Ein Dauerthema ist die Wirksamkeit von Vitamin C bei Erkältungskrankheiten. Dass die Ergebnisse zur Wirksamkeit von Vitamin C sehr gegensätzlich ausfallen, verdeutlicht ein Beispiel: Während Vitamin C möglicherweise einen positiven Einfluss auf Entzündungsreaktionen ausübt, zeigen andere Untersuchungen, dass eine hochdosierte Anwendung von Vitamin C sich negativ auf das sportliche Training auswirken kann.

Vitamin E – Welche gesundheitlichen Wirkungen von Vitamin E sind belegt?

 

Daten zur Wirksamkeit von Vitamin E bei unterschiedlichen Erkrankungen

Vitamin E zählt zu den häufig zusätzlich eingenommenen Vitaminen. Die gesundheitliche Bedeutung einer zusätzlichen Vitamin-E-Einnahme ist weiterhin umstritten.
Dieser Beitrag fast die jüngsten Studienergebnisse zur Wirkung von Vitamin E bei Lebererkankungen, Diabetes mellitus, Arthrose und zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Augenerkrankungen, Demenz und Krebs zusammen. Auch zum Stellenwert von Vitamin E im Sport liegen neuere Studiendaten vor.

Hangover: Naturheilmittel zur Behandlung eines Alkohol-Katers – welche Wirkungen sind belegt?


Alkohol-Hangover – Ist die Vorbeugung eines Alkohol-Katers infolge eines exzessiven Alkoholkonsums möglich?



Fragen, die in diesem Beitrag beantwortet werden:

  • Lassen sich die typischen Beschwerden eines Alkohol-Katers verhindern?
  • Welche Naturheilmittel eigenen sich zur Prophylaxe eines Alkohol-Katers?
  • Welche Inhaltsstoffe alkoholischer Getränke verursachen einen Hangover?
  • Wie häufig ist ein Alkohol-Kater?
  • Haben Rauchen oder Koffein Auswirkungen auf den Schweregrad eines Alkohol-Katers?


Hintergrund

Einen Alkohol-Kater erleben mehr als 75 Prozent der Alkoholkonsumenten mindestens einmal in ihrem Leben. Entgegen der allgemeinen Einschätzung, erleben Personen, die gering bis mäßig viel Alkohol trinken einen Kater häufiger als schwere Trinker. Über 23 Prozent der Alkoholkonsumenten scheinen resistent gegen einen Kater zu sein.

Alkohol-Kater (medizinisch Veisalgia) wird als ein unangenehmer Zustand am nächsten Tag nach einem Abend mit übermäßigem Alkoholkonsum definiert. Der Alkohol-Hangover beginnt in der Regel erst, wenn der Alkohol im Blut nicht mehr nachweisbar ist. Der Alkohol-Kater ist durch körperliche und psychische Symptome gekennzeichnet. Während des Katers sind kognitive Funktionen und die subjektive Belastbarkeit stark eingeschränkt. Betroffene beschreiben sich selbst als ineffizient und wenig produktiv. Objektiv zeigen sich erhöhte Fehlzeiten im Job, eine Beeinträchtigung der Fahrleistung, schlechte akademische Leistungen und eine verschlechterte motorische Koordination.
Zahlen aus Großbritannien dokumentieren im Durchschnitt 2,3 Krankheitstage pro Person pro Jahr aufgrund eines Alkohol-Hangovers, hinzu kommen weitere 2,5 Tage, an denen die Betroffenen trotz der Symptome arbeiten, aber entsprechend weniger leistungsfähig sind (13).

Vitamin D – ein Vitamin-D-Mangel beeinflusst zahlreiche andere Erkrankungen


Ein Vitamin-D-Mangel hat einen negativen Einfluss auf eine Vielzahl von Erkrankungen:

u.a. Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Krebserkrankungen, Depression


Fragen, die in diesem Beitrag beantwortet werden:

  • Bei welchen Erkrankungen spielt ein Vitamin-D-Mangel eine bedeutsame Rolle?
  • Erhöht ein Vitamin-D-Mangel das Risiko für bestimmte Erkrankungen? (Hypertonie, M. Parkinson, Multiple Sklerose, Osteoporose, Depression und Herz-Kreislauferkrankungen)?
  • Beugt Vitamin D Knochenbrüchen vor?
  • Ist eine Vitamin-D-Supplementation sinnvoll bzw. notwendig?
  • Gibt es in Deutschland einen Vitamin-D-Mangel?
  • Welche Mengen an Vitamin D sollen über die Ernährung zugeführt werden?

Die Wirkung von Rotwein, Alkohol und Polyphenolen auf Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen


Warum ein mäßiger Rotweinkonsum einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben kann.



Alkohol und Herz-Kreislauferkrankungen – die Dosis macht das Gift...



Fragen, die in diesem Beitrag beantwortet werden:

  • Kann ein regelmäßiger Alkoholgenuss wirklich gesund sein?
  • Welche gesundheitlichen Wirkungen hat ein mäßiger Rotweinkonsum?
  • Alkohol ist nicht gleich Alkohol – Ist Rotwein der „bessere“ Alkohol?
  • Was macht Rotwein so „gesund“? Ist es der Alkohol, die Polyphenole oder beides?
  • Bis zu welcher täglichen Trinkmenge kann Alkohol positiv wirken?


Hintergrund

Seit langem wird vermutet, dass ein gewohnheitsmäßiger leichter bis mäßiger Alkoholkonsum (bis zu 1 Getränk pro Tag für Frauen und 1 oder 2 Getränke pro Tag für Männer) mit einem verminderten Risiko für zahlreiche Herz-Kreislauferkrankungen, wie z.B. koronare Herzkrankheit, Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz und Schlaganfall verbunden ist. Auch die Gesamtsterblichkeit soll durch geringe Alkoholmengen vermindert werden. 

Unbestritten ist hingegen, dass ein hoher Alkoholkonsum mit einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen verbunden ist. In der Tat ist der übermäßige Alkoholkonsum, hinter Rauchen und Übergewicht, die dritthäufigste Ursache für einen vorzeitigen Tod. Schwerer Alkoholkonsum ist eine der häufigsten Ursachen für einen reversiblen Bluthochdruck, ist für etwa einen Drittel aller Fälle von nicht-ischämischer Kardiomyopathie verantwortlich, ist eine häufige Ursache von Vorhofflimmern und erhöht deutlich das Risiko für einen Schlaganfall - sowohl den ischämischen als auch den hämorrhagischen Schlaganfall. Bei Männern im Alter von 15 bis 59 Jahren ist Alkoholmissbrauch der häufigste Risikofaktor für einen vorzeitigen Tod. 

Das Ziel dieses Beitrages ist es, das derzeitige Wissen zur Wirkung von moderatem Alkoholkonsum auf Herz-Kreislauferkrankungen zusammenzustellen und die Auswirkungen der verschiedenen Arten von alkoholischen Getränken, insbesondere von Rotwein auf das Risiko dieser Erkrankungen, zu bewerten. Grundlage dieser Bewertung ist eine kürzlich publizierte französische Übersichtsarbeit von Chiva-Blanch und Mitarbeitern zu diesem Thema (4).

Aminosäure L-Arginin - wirkt L-Arginin blutdrucksenkend?

 

Hat L-Arginin einen Einfluss auf den Blutdruck?



Folgende Fragen werden in diesem Beitrag beantwortet:

  • Wirkt die Aminosäure L-Arginin blutdrucksenkend?
  • Kann L-Arginin auch leicht erhöhte Blutdruckwerte vermindern?
  • Ist eine ergänzende Einnahme von L-Arginin zusätzlich zu einer medikmentösen blutdrucksenkenden Therapie wirksam?
  • Welche Dosierungen von L-Arginin sind notwendig, um den Blutdruck zu beeinflussen?


Hintergrund


Bluthochdruck betrifft weltweit rund eine Milliarde Menschen ist aufgrund der Folgeerkrankungen eine große Gefahr für die allgemeine Gesundheit. Es wird allgemein angenommen, dass Lebensstil- und Ernährungsfaktoren eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Bluthochdruck spielen. Diese Einschätzung wurde durch Untersuchungen wie der DASH-Studie bestätigt, die den Nachweis erbrachte, dass eine Ernährung reich an Gemüse, Obst, fettarmen Milchprodukten und wenig gesättigten Fettsäuen wesentlich zu niedrigeren Blutdruckwerten beiträgt (1). Die sogenannte DASH-Diät zeichnet sich zudem durch einen hohen Proteinanteil aus. Es wurde daher die Hypothese formuliert, dass besonders ein Arginin-reiches Protein zur Blutdrucksenkung dieser Diät beigetragen hat.

Cranberry zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen

 

Vermindert eine regelmäßige Zufuhr von Cranberry-Saft Blasenentzündungen?



Fragen, die in diesem Beitrag beantwortet werden:

  • Welche Patienten profitieren von einer Cranberry-Einnahme?
  • Cranberry-Saft oder -Kapseln – welche Zubereitungsform ist wirksamer?
  • Welche Dosierung von Cranberry wird zur Prävention von Harnwegsinfekten empfohlen?
  • Können Kinder mit wiederkehrenden Harnwegsinfektionen mit Cranberry-Saft behandelt werden?
  • Ist eine vorbeugende Behandlung mit Cranberry ähnlich gut wirksam wie eine Antibiotika-Therapie?


Hintergrund

Die Verwendung von Cranberry hat einen festen Platz in der naturheilkundlichen Behandlung von Harnwegsinfektionen. Cranberry in Form von Saft oder Pflanzenextrakten als Kapseln oder Tabletten finden Anwendung bei Patientinnen mit häufig wiederkehrenden Infektionen der Harnwege. Cranberry ist nicht geeignet zur Behandlung einer akuten Harnwegsinfektion. Bisherigen Erfahrungen zufolge kann die regelmäßige Einnahme von Cranberry die Häufigkeit von Harnwegsinfekten bei Personen, die in der Vergangenheit schon häufig von einer Blasenentzündung betroffen waren, vermindern.

Resveratrol zur Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen


Wirkstoffe aus dem Rotwein - Kann eine regelmäßige Zufuhr von Resveratrol Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie koronare Herzkrankheit, Atherosklerose oder Herzinsuffizienz vorbeugen?



Hintergrund

Zahlreiche natürliche Produkte, wie z.B. Traubenextrakte, haben möglicherweise ein breites Spektrum von Anwendungen zur Prävention und Behandlung von Krankheiten. Resveratrol, ein Polyphenol, das in hoher Konzentration in blauen Trauben und Rotwein vorkommt, besitzt potenziell eine Anti-Tumor-Wirkung, es wirkt immunmodulatorisch und weist herzschützende Eigenschaften auf. Zudem wirkt es als ein potentes Antioxidationsmittel. Weitere Untersuchungen sprechen für eine positive Wirkung bei der Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen, Diabetes und Herzerkrankungen. Verschiedenen Studen zufolge zählt Resveratrol zu den potenziellen Arzneimittelkandidaten für ein breites Spektrum therapeutischer Anwendungen. 

Der folgende Beitrag beschränkt sich auf die Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Resveratrol.

Resveratrol bei Diabetes mellitus und Übergewicht – wirksam oder unwirksam?

 

Resveratrol zur Behandlung von Diabetes und weiteren Folgen des Übergewichts



Hintergrund

Pflanzen produzieren eine bemerkenswerte Menge von niedermolekularen Wirkstoffen mit einer Vielzahl unterschiedlicher biologischer Aktivitäten. Unter diesen Molekülen wurde Resveratrol (3,5,4-Trihydroxystilben) als ein wichtiger Modulator der Zellfunktion mit einer komplexen und vielfältigen Wirkung identifiziert. Umfangreiche Literatur zu den Wirkungen, vor allem In-vitro-Untersuchungen, legt nahe, dass Resveratrol die Zellproliferation und Zelldifferenzierung induziert sowie die Apoptose aktiviert. Resveratrol moduliert zudem Entzündungsprozesse und die Angiogenese. Ebenso bestätigen Studien das mögliche Potenzial dieser Verbindung zur Behandlung von Krebserkrankungen. 

Zahlreiche Untersuchungen in krankheitsspezifischen Tiermodellen lassen es wahrscheinlich erscheinen, dass Resveratrol sich positiv auf die Entwicklung von chronischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Übergewicht, koronare Herzkrankheit, metabolisches Syndrom und einer Gruppe neurodegenerativer Erkrankungen auswirkt. Schließlich wurde in einer Reihe von Untersuchungen festgestellt, dass die Toxizität des Moleküls gering ist. Trotz dieser vielversprechenden Beobachtungen wurden bisher nur wenige klinische Studien durchgeführt, die die Wirksamkeit von Resveratrol bei der Prävention und Behandlung von chronischen Erkrankungen bewertet haben.

Lutein – Ist Lutein wirksam zur Vorbeugung von Augenerkrankungen?



Lassen sich Augenerkrankungen wie Makuladegeneration oder Katarakt durch eine regelmäßige Aufnahme von Lutein günstig beeinflussen?



Hintergrund

Lutein ist neben dem Beta-Carotin das am weitesten verbreitete Carotinoid. Durch seine antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften verbunden mit der Fähigkeit blaues Licht zu absorbieren, bietet Lutein einen Schutz vor verschiedenen Augenerkrankungen, vor allem der Makuladegeneration und dem Katarakt. Lutein ist als "Augenvitamin" bekannt. Seine Aufnahme über die Ernährung ist wichtig zur Aufrechterhaltung wichtiger Funktionen der menschlichen Linse und Netzhaut. Möglicherweise kann die Aufnahme von Lutein auch noch im hohen Alter der Makuladegeneration vorbeugen bzw. deren Verlauf abmildern.

Schützt die Einnahme von Selen vor Herzkreislauf-Erkrankungen?

 

Ist eine vorbeugende Einnahme von Selen sinnvoll?

In einer Cochrane-Übersichtsarbeit wurden die Ergebnisse aus 12 Studien mit zusammen 19.715 Teilnehmern dahingehend analysiert, ob eine Selen-Supplementation sich positiv auf Herzkreislauf-Erkrankungen auswirkt.
Ergebnis: Es fanden sich keine Hinweise, dass Selen die Sterblichkeit oder die Komplikationsrate von kardiovaskulären Erkrankungen positiv beeinflusst. Auch das Erkrankungsrisiko wurde durch eine Selen-Einnahme nicht vermindert.

Als mögliche Nebenwirkungen einer langfristigen Selenaufnahme wird über das Auftreten von Haarausfall und einer Dermatitis berichtet. Es liegen Hinweise vor, dass sich Selen günstig auf ausgewählte Parameter des Fettstoffwechsels (Gesamt-Cholesterin) auswirkt.

Weitere Details zur Wirksamkeit von Selen:

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Spurenelemente für die Gesundheit - Stellenwert von Selen




Akupunktur bei Bluthochdruck – senkt Akupunktur erhöhte Blutdruckwerte?

 

Kann durch eine Akupunktur-Behandlung eine relevante Senkung des Blutdrucks erreicht werden?

 

Wirkt eine Akupunktur bei Patienten, die bereits blutdrucksenkende Medikamente einnehmen?


Akupunktur wird häufig als Zusatzbehandlung bei essentieller Hypertonie empfohlen. Das Ziel einer Metaanalyse war es, die Wirksamkeit einer begleitenden Akupunktur-Behandlung bei Bluthochdruck zu bewerten (1). Analysiert wurde dabei die Wirkung auf den systolischen und diastolischen Blutdruck bei Patienten mit Hypertonie. Insgesamt vier randomisierte kontrollierte Studien wurden in die Analyse eingeschlossen. Ergebnis: Im Vergleich zu einer Schein-Akupunktur (Behandlung an nicht-Akupunkturpunkten) fanden sich keine Hinweise auf eine Abnahme des systolischen Blutdrucks und eine klinisch unbedeutende Verbesserung beim diastolischen Blutdruck (mittlere Differenz = -2,8 mmHg). In einer Subgruppenanalyse konnte hingegen gezeigt werden, dass bei Patienten, die blutdrucksenkende Medikamente erhielten die zusätzliche Akupunktur sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruck signifikant verminderte (1). In den Studien wurden nur wenige Akupunktur-bedingte unerwünschte Nebenwirkungen beobachtet. 

In einer weiteren Studie konnte bestätigt werden, dass eine Akupunktur-Behandlung zusätzlich zu einer antihypertensiven Standardtherapie die Responderrate (das Ansprechen) verbessert (2).


Schlussfolgerungen

http://www.amazon.de/Blutdrucksenkung-ohne-Medikamente-Detlef-Nachtigall-ebook/dp/B01B8IILUS/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1454175843&sr=8-2&keywords=Blutdrucksenkung+ohne+Medikamente
Das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse bestätigt die Ergebnisse einer vorausgehenden Übersichtsarbeit, in der bei Patienten unter einer medikamentösen blutdrucksenkenden Therapie eine zusätzliche Wirkung der Akupunktur auf den systolischen (-8 mmHg) und diastolischen Blutdruck (-4 mmHg) dokumentiert werden konnte (3). Hingegen scheint die Akupunktur keine klinisch relevante Abnahme des Blutdrucks bei Patienten zu bewirken, die noch keine blutdrucksenkenden Medikamente erhalten.


Yoga zur Blutdrucksenkung – wirksam oder unwirksam?


Kann Yoga zu einer relevanten Senkung erhöhter Blutdruckwerte beitragen?

 

Hintergrund

Lebensstilveränderungen sind ein Eckpfeiler der Bluthochdruck-Behandlung, doch die meisten Empfehlungen konzentrieren sich derzeit auf diätetische Maßnahmen und Bewegung, während dem Abbau von Stress als Strategie zur Blutdrucksenkung zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Yoga wird als ein spiritueller Weg angesehen, der den Blutdruck durch Stressabbau und Steigerung parasympathischer Aktivierung reduzieren kann. Trotz vielfach positiver Berichte zur Wirkung von Yoga auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Angststörungen, fehlt bisher eine umfassende Analyse zur Wirksamkeit von Yoga bei Bluthochdruck.

Studien zur Wirksamkeit

Kürzlich wurden zwei Übersichtsarbeiten zur Wirkung von Yoga auf den Blutdruck veröffentlicht (1, 2). Eine erste systematische Überprüfung aller bisher veröffentlichten Studien zur Wirkung von Yoga auf den Bluthochdruck hat neben Kohortenstudien und nicht-kontrollierten Studien auch 48 randomisiert-kontrollierte Studien mit einer Dauer von einer Woche bis zu vier Jahren mit insgesamt 6.693 Probanden analysiert (1). Ergebnis: In den meisten Studien wurde berichtet, dass Yoga den Blutdruck wirksam reduziert sowohl bei Personen mit hochnormalen als auch hypertensiven Blutdruckwerten. Diese Studien legen nahe, dass Yoga eine wirksame Zusatztherapie zur Behandlung bei Bluthochdruck darstellt. Den Autoren zufolge verdient Yoga die Aufnahme in die klinischen Leitlinien. Einschränkend wird darauf verwiesen, dass die großen Unterschiede bei den Yoga-Praktiken und die variable Qualität der Durchführung es schwierig machen, eine bestimmte Yoga-Praktik zur unterstützenden Bluthochdruckbehandlung zu empfehlen.

Relevante Blutdrucksenkung durch Ernährungsumstellung – ist das möglich?



Blutdrucksenkung ohne Medikamente



Welchen Beitrag kann die Ernährung bei der Kontrolle des Blutdrucks leisten?



Vegetarische Ernährung

In einer jüngst veröffentlichten Metaanalyse wurde die Frage geprüft, ob eine vegetarische Ernährungsweise im Vergleich zu einer gemischten (omnivoren), fleischhaltigen Ernährungsweise den Blutdruck senken kann (6). Das Ergebnis war eindeutig. In der Auswertung von 7 kontrollierten Studien ergab sich eine Abnahme des systolischen Blutdrucks um 4,8 mmHg und des diastolischen Blutdrucks um 2,2 mmHg unter der vegetarischen Ernährungsweise im Vergleich zur omnivoren Kontrollgruppe. Werden auch die Ergebnisse von 32 Beobachtungsstudie mit zusammen 21.604 Teilnehmern berücksichtigt, dann fiel die Reduktion der Blutdruckwerte noch stärker aus (systolisch: -6,9 mmHg, diastolisch -4,7 mmHg).
Die Autoren dieser Metaanalyse schlussfolgerten dementsprechend: Eine vegetarische Ernährungsweise ist mit niedriger Blutdruckwerten verbunden. Eine solche Ernährungsweise könnte ein sinnvoller Weg zur Verringerung der Blutdruckwerte unabhängig von Medikamenten sein.

Naturheilmittel zur Behandlung der Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)



Hintergrund

Die akute Stirn- und Nasennebenhöhlenentzündung ist eine typische Folgeerscheinung viraler Infekte der oberen Atemwege. Die entzündliche Schwellung der Schleimhäute und die Bildung großer Mengen von zähem Sekret führen zur Einengung der Atemwege und zu dem typischen Druckkopfschmerz. Das Sekret ist ein guter Nährboden für Bakterien. Bakterielle Superinfektionen der Nebenhöhlen können die Folge sein und erfordern zumeist den Einsatz von Antibiotika. Dies kann möglicherweise durch eine frühzeitige Behandlung mit ätherischen Ölen, wie z.B. Eukalyptusöl, verhindert werden. Es liegen zudem Hinweise vor, dass eine die Antibiotika-Therapie begleitende Behandlung mit ätherischen Ölen und anderen pflanzlichen Wirkstoffen zu einer schnelleren Abnahme der Beschwerden beiträgt.


Eukalyptusöl

Eukalyptusöl findet Anwendung bei der Behandlung von entzündlichen Atemwegserkrankungen wie der Bronchitis, aber auch bei Erkältungskrankheiten. Eine weitere Anwendung bezieht sich auf die Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis).

Eukalyptusöl-Zubereitungen (Cineol, Soledum®; Gelomyrtol®, Aspecton®) werden in Deutschland häufig zur Therapie der akuten Sinusitis eingesetzt. Der Wirkstoff Cineol, ein Hauptbestandteil des Eukalyptusöls, gilt als wirksamkeitsbestimmender Inhaltsstoff.

Pflanzliche Wirkstoffe zur Behandlung der chronisch-venösen Insuffizienz

 

Schwellung, Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen - können Naturheilmittel die Beschwerden lindern?



Venöse Insuffizienz (Varizen, Krampfadern)



Hintergrund

Die chronisch-venöse Insuffizienz wird auch als Venenschwäche oder Venenleiden bezeichnet. Erste Hinweise auf diese Störung sind Krampfadern (Varizen) oder Besenreiser. Krampfadern entstehen auf der Basis einer angeborenen Bindegewebsschwäche, die einen Tonusverlust der Venenwand nach sich zieht (primäre Varikose). Typische Symptome bei Krampfadern sind geschwollene Beine, das Gefühl von schweren Beinen und ein Spannungsgefühl.

Zu den Naturheilmitteln, die sich günstig auf die Venenerkrankung auswirken können, zählen u.a. Rosskastanie, Rutin, Centella asiatica, Mäusedorn, Extrakte aus rotem Weinlaub oder Arnikablüten. In der nachfolgenden Übersicht werden die bisher veröffentlichten Daten zur Wirksamkeit dieser Naturheilmittel zusammengefasst und bewertet.


Rosskastanie

Rosskastaniensamenextrakte werden angewendet, um die Beschwerden der chronischen Veneninsuffizienz zu vermindern.

In Deutschland sind Rosskastaniensamen-Extrakte als Arzneimittel zugelassen (z.B.: Venoplant® retard S, Venostasin® retard, Venoruton® retard Rosskastanie, Venentabs-ratiopharm® Retardtabletten).

Insgesamt konnte mit Rosskastanie in Studien eine Verbesserung der Symptome bei chronisch-venöser Insuffizienz im Vergleich zu Placebo erreicht werden (9). In sechs von sieben Studien wurde über eine signifikante Reduktion der Beinschmerzen in der Rosskastanien-Gruppe verglichen mit der Placebo-Gruppe berichtet. Eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass eine Rosskastanien-Behandlung genauso effektiv wie die Behandlung mit Kompressionsstrümpfen sein kann (9).

Zusammenfassend belegen die bisherigen Untersuchungen, dass die Einnahme von Rosskastaniensamen-Extrakt bei Menschen mit chronisch-venöser Insuffizienz die Schwellungszustände an den Unterschenkeln und Knöcheln vermindern kann. Es liegen zudem Hinweise vor, dass Rosskastanien-Extrakt auch die begleitenden Beinschmerzen und Ödeme reduziert.

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Rutosid – Rutin

Rutosid (oder Rutin) ist eine Verbindung, die natürlicherweise in Früchten (Äpfeln) und Gemüsen vorkommt, sich aber auch aus Inhaltsstoffen der Rosskastanie ableitet. Rutin ist ein Flavonoid, das Quercetin als Grundstruktur enthält. Anwendung findet Rutin zur Vorbeugung und Behandlung von Ödemen und als Venentherapeutikum.

Das Postthrombotische Syndrom (PTS) ist eine langfristige Komplikation der tiefen Venenthrombose, die durch Schmerzen, Schwellungen und Hautveränderungen in der betroffenen Extremität gekennzeichnet ist.

Zur Wirksamkeit von Rutin beim Postthrombotischen Syndrom (PTS) liegt eine Cochrane-Metaanalyse vor (8). Die Autoren kommen dabei zu dem Ergebnis, dass es keine ausreichenden Belege für eine überlegene Wirksamkeit von Rutin (Rutosid) gegenüber Placebo oder im Vergleich zur Anwendung von Kompressionsstrümpfen gibt. Insgesamt fehlt ein überzeugender Nachweis, dass „venentonisierende“ Heilmittel wie Rutin/Rutosid Symptome des PTS verringern. Die Verträglichkeit erwies sich den publizierten Untersuchungen als gut. In den Studien wurde nur über gering ausgeprägte Nebenwirkungen unter der Anwendung von Rutin berichtet (8).


Centella asiatica

Der Indische Wassernabel (Centella asiatica), auch als Asiatischer Wassernabel bezeichnet, findet in der traditionellen chinesischen Medizin und in der ayurvedischen Medizin in Indien Verwendung.

In einer kürzlich erschienenen Übersichtsarbeit wurden insgesamt 8 klinische Studien im Hinblick auf die Wirksamkeit von Centella asiatica hin analysiert (2). Dabei fanden sich deutliche Hinweise auf eine Verbesserung typischer Symptome, wie schwere Beine, Schmerzen und Ödeme unter der Behandlung mit Centella asiatica. Die Autoren schlussfolgern entsprechend, dass Cantella asiatica bei der Behandlung der chronisch-venösen Insuffizienz von Nutzen sein könnte, gaben jedoch zu bedenken, dass weithin Fragen bezüglich der Wirksamkeit offenbleiben.


Mäusedorn

Mäusedornwurzelstockextrakte (Ruscus aculeatus) werden u.a. wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung auch als Venentherapeutikum angewendet.

Mehrere Studien deuten auf eine Wirksamkeit von Ruscus aculeatus bei chronisch-venöser Insuffizienz hin (5, 10). Beispielsweise konnte in einer Doppelblindstudie mit 148 Patientinnen gezeigt werden, dass nach bis zu 12-wöchiger Behandlung mit Mäusedorn-Extrakt das Beinvolumen im Vergleich zu Placebo statistisch signifikant abnahm. Darüber hinaus besserten sich subjektive Parameter wie das Schweregefühl in den Beinen (10).

In mehreren Studien wurde Mäusedorn auch in Kombination mit dem Flavonoid Hesperidin untersucht (Cyclo 3 Fort). Auch hier belegen Placebo-kontrollierte Studien eine Verringerung der Schwere unterschiedlicher Symptome einer chronisch-venösen Insuffizienz (1, 6).

Insgesamt sprechen die vorliegenden Daten für einen relevanten Effekt von Mäusedorn, auch in Kombination mit Hesperidin, auf die Symptome einer chronisch-venösen Insuffizienz.


Rotes Weinlaub

Auch Extrakte aus rotem Weinlaub werden heute als Phytopharmaka bei chronisch-venöser Insuffizienz angewendet. Aufgrund seiner entzündungshemmenden und Gefäßwand-abdichtenden Wirkung können sich Extrakte aus rotem Weinlaub positiv auf die Venenfunktion auswirken. Die im Herbst rot verfärbten Weinrebenblätter enthalten vier bis fünf Prozent Flavonoide, u.a. Quercitrin und Rutin.

In Deutschland sind Extrakte aus rotem Weinlaub als Arzneimittel zugelassen (Antistax®).

In einer Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie wurde ein Extrakt aus rotem Weinlaub in zwei Dosierungen (täglich 360 mg oder 720 mg) bei Patienten mit chronischer Veneninsuffizienz gegen Placebo geprüft (3, 4). Ergebnis: Nach 12-wöchiger Behandlung konnte für beide Dosierungen eine statistisch signifikante Verringerung des Unterschenkelvolumens gegenüber Placebo festgestellt werden. Die typischen Beschwerden der chronisch-venösen Insuffizienz wurden ebenfalls signifikant verbessert. In einer weiteren Placebo-kontrollierten Untersuchung konnte unter der täglichen Einnahme von 360 mg Extrakt eine Ödemreduktion nachgewiesen werden (3).

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Arnika

Arnikablüten (Arnica flos) gehören aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung zu den bewährten Arzneipflanzen.

Bei 89 Patienten mit chronisch-venöser Insuffizienz (Varizen, Krampfadern) konnten in einer Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie eine Abnahme der Schwellung und eine Verminderung des Gefühls von schweren Beinen nachgewiesen werden (7). Die Patienten erhielten in dieser Studie über drei Wochen zusätzlich zur Hydrotherapie entweder eine Arnika-Lösung zum Auftragen auf die Beine und Füße oder eine Placebo-Zubereitung. Neben einer subjektiven Abnahme von Spannung und Schmerzen in den Beinen, zeigten sich auch bei objektiven Messparametern (plethysmographische Untersuchung) signifikante Vorteile zugunsten der Arnika-Anwendung (7).



Literatur


1. Boyle P, Diehm C, Robertson C. Meta-analysis of clinical trials of Cyclo 3 Fort in the treatment of chronic venous insufficiency. Int Angiol. 2003 Sep;22(3):250-62.

2. Chong NJ1, Aziz Z. A Systematic Review of the Efficacy of Centella asiatica for Improvement of the Signs and Symptoms of Chronic Venous Insufficiency. Evid Based Complement Alternat Med. 2013;2013:627182.

3. Fachinformation zum Arzneimittel Antistax, Stand November 2009

4. Kalus U., Koscielny J, Grigorov A, et al. Improvement of Cutaneous Microcirculation and Oxygen Supply in Patients with Chronic Venous Insufficiency by Orally Administered Extract of Red Vine Leaves AS 195: A Randomised, Double-Blind, Placebo-Controlled, Crossover Study. Drugs in R & D 2004; 5: S. 63-71.

5. Kiesewetter, H., Scheffler, P., Jung, F. et al: Effect of Ruscus extract in chronic venous insufficiency state I, II and III. In: Vanhoutte PM (ed): Return circulation and norepinephrine. John Libbey, Eurotext, Paris, France; (1991) 163-169.

6. LeDevehat, C., Kodabandehlou, T., Vimeux, M. et al., The effects of Cyclo 3 Fort treatment on hemorheological disturbances during a provoked venous stasis in patients with chronic venous insufficiency. Clin Hemorheol 14 (1994) 53-63.

7. Mills S, Bone K. Principles and Practice of Phytotherapy, Churchill Livingstone, Harcourt Publishers, Grande-Bretagne, 2000.

8. Morling JR1, Yeoh SE, Kolbach DN. Rutosides for treatment of post-thrombotic syndrome. Cochrane Database Syst Rev. 2013 Apr 30;4:CD005625.

9. Pittler MH1, Ernst E. Horse chestnut seed extract for chronic venous insufficiency. Cochrane Database Syst Rev. 2012 Nov 14;11:CD003230.

10. Vanscheidt, W., Jost, V., Wolna, P. et al., Efficacy and safety of a Butcher‘s broom preparation (Ruscus aculeatus L. extract) compared to placebo in patients suffering from chronic venous insufficiency. Arzneimittelforsch 52 (2002) 243-250.


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