Wirkt Melatonin bei Bluthochdruck, Epilepsie, Tinnitus und Depression?


 

Bei welchen Erkrankungen und Funktionsstörungen wurde Melatonin bisher untersucht?



Hintergrund

Während die Wirksamkeit von Melatonin bei Schlafstörungen, insbesondere im Zusammenhang mit einem Jetlag gut belegt ist, gibt es weitere mögliche Anwendungsgebiete von Melatonin, für die bisher überzeugende Wirksamkeitsnachweise fehlen. Im Folgenden wird die Studienlage zur Wirksamkeit von Melatonin u.a. zu Behandlung von Bluthochdruck, Epilepsie, Tinnitus und Depression dargestellt und bewertet. Darüber hinaus wird die Wirkung von Melatonin bei Schlaf-Wach-Störungen als Folge von Schichtarbeit und bei der Behandlung einer Abhängigkeit von Benzodiazepinen analysiert. Erste Daten deuten zudem darauf hin, dass Melatonin sich günstig auf bestimmte Formen des Übergewichts bzw. der Adipositas auswirken könnte.

Wirkt Melatonin bei allgemeinen Schlafstörungen?


Verkürzt Melatonin die Zeit bis zum Einschlafen?

Verbessert Melatonin die Schlafqualität?

 

Hintergrund

Melatonin ist eine natürliche Substanz mit Neurotransmitter-ähnlichen Eigenschaften, die von der Zirbeldrüse (Epiphyse) produziert wird. Dieser Wirkstoff ist in zahlreiche biologische Funktionen und physiologische Abläufe des Körpers eingebunden. Durch die Melatonin-Freisetzung steuert die Zirbeldrüse die innere Uhr und regelt damit die natürlichen Rhythmen von Körperfunktionen. Die Melatoninsynthese wird durch Dunkelheit aktiviert und unter Lichteinfluss gehemmt. Die Freisetzung von Melatonin folgt einem zirkadianen (circa: ungefähr; dias: ein Tag) Rhythmus als Reaktion auf Veränderungen beim Tageslicht.