Gesundheitsfördernde Eigenschaften von grünem Tee – welche Wirkungen sind belegt?



Hat grüner Tee einen positiven Einfluss auf den Blutdruck und die Cholesterinwerte?

Kann die regelmäßige Aufnahme von Grüntee einem Diabetes vorbeugen?


Hintergrund

Grüner Tee wird aus den Blättern der Pflanze Camellia sinensis Theaceae hergestellt. Grünem Tee werden zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Gegenstand aktueller Forschung sind die krebsvorbeugenden Wirkungen eines regelmäßigen Teekonsums. Auch zu den antidiabetischen Eigenschaften von Grüntee liegen umfangreiche Studiendaten vor. Darüber hinaus werden mögliche positive Effekte bei der Vorbeugung bzw. Behandlung von Übergewicht diskutiert. Verschiedene Untersuchungen weisen zudem darauf hin, dass Inhaltsstoffe des Grüntees in ausreichend hoher Dosierung einen günstigen Effekt auf den Blutdruck und die Cholesterinspiegel haben.

Arnika zur Behandlung von Schwellungen, Prellungen und Verstauchungen - wirksam oder unwirksam?


Ist Arnika bei Verletzungs- und Unfallfolgen wirksam? 

 

Wirkt Arnika bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden?


Hintergrund

Arnikablüten (Arnica flos) gehören aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung zu den bewährten Arzneipflanzen. Die Blüten enthalten ätherische Öle, Flavonoide und die wahrscheinlich wirksamkeitsbestimmende Substanzgruppe der Helenaline. Arnika (Arnica montana LINNÉ) sind gelbe Blumen, die weitverbreitet in Europa vorkommen. Zur Heilmittelherstellung wird u.a. das Arnikaöl verwendet.

Anwendungsgebiet von Arnika
Zur äußeren Anwendung bei Verletzungs- und Unfallfolgen, z.B. Hämatomen (Blutergüssen), Distorsionen (Verstauchungen), Prellungen, Quetschungen und rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden (2, 5). Es wurde auch über die Behandlung von Blutergüssen, Krampfadern, Insektenstichen und Venenentzündungen mit Arnika berichtet (12).

Gelée Royale zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit? - kurz und bündig


Gelée Royale


Zur allgemeinen Verbesserung der Leistungsfähigkeit


Beim gesunden Menschen soll Gelée Royale die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verbessern. Bisher liegen allerdings nur wenige kontrollierte Studien zur Wirksamkeit von Gelée Royale beim Menschen vor.

Im Tierversuch konnte durch die Einnahme von Gelée Royale die Lebenserwartung der Versuchstiere erhöht werden. Weitere Untersuchungen deuten darauf hin, dass Gelée Royale die Heilung von Hautverletzungen günstig beeinflusst. Darüber hinaus konnten in vitro antibakterielle Wirkungen nachgewiesen werden. In tierexperimentellen Untersuchungen wurde zudem ein günstiger Effekt auf den Knochenstoffwechsel bei Osteoporose beschrieben. Einzelne Untersuchungen weisen auf mögliche entzündungshemmende Wirkungen von Gelée Royale hin.

Dosierung: In einer klinischen Studie mit positivem Ergebnis kam eine Dosierung von täglich 6 g Gelée Royale über einen Zeitraum von 4 Wochen zur Anwendung.

Bisher liegen keine überzeugenden Studiendaten zur Wirksamkeit von Gelée Royale beim Menschen vor. Es sind weder kontrollierte Studien publiziert, die eine Wirksamkeit bei Wechseljahresbeschwerden noch bei Osteoporose oder entzündlichen Erkrankungen belegen. Auch für eine Wirksamkeit bei der Vorbeugung von Tumorerkrankungen oder von Infektionen gibt es keine Belege. Eine verbesserte Belastbarkeit unter Alltagsbedingungen oder eine allgemeine Leistungssteigerung konnte bisher nicht nachgewiesen werden.

Silymarin bei Lebererkrankungen - kurz und bündig

Silymarin


Zur unterstützenden Behandlung bei chronischen Lebererkrankungen


Silymarin ist ein Extrakt aus dem Samen der Mariendistel. Silymarin wird zur Behandlung von akuten und chronischen Lebererkrankungen angewendet. In der Selbstmedikation wird Silymarin insbesondere bei alkoholinduzierten und medikamentenbedingten Leberschäden eingesetzt. Der pflanzliche Wirkstoff Silymarin ist in Deutschland als Arzneimittel zugelassen. Bei den Silymarin-Arzneimitteln werden Dosierungen von 260 mg bis 350 mg Silymarin pro Tag empfohlenen. Die arzneilich wirksamen Inhaltsstoffe der Mariendistel stimulieren bisherigen Untersuchungen zufolge die Regenerationsfähigkeit von Leberzellen.



Die bisher veröffentlichten Studienergebnisse zusammenfassend, ist Silymarin als unterstützende Therapie bei zahlreichen Lebererkrankungen wirksam. Die intravenöse Gabe von Silibinin bei Knollenblätterpilzvergiftungen gilt als eine akzeptierte Behandlungsoption. Auch ein Behandlungsversuch mit intravenös appliziertem Silibinin/Silymarin bei Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virusinfektion bei unzureichendem Ansprechen auf die antivirale Standardtherapie ist gerechtfertigt. Untersuchungen zur Gabe von Silymarin bei alkoholbedingter Leberschädigung deuten darauf hin, dass das Fortschreiten der Erkrankung gebremst werden kann und im begrenzten Maße eine Regeneration von Lebergewebe möglich erscheint. Als mögliche Nebenwirkungen kann es selten zu gastrointestinalen Beschwerden (z. B. eine leicht abführende Wirkung) und zu Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Hautausschlag) kommen.