Wirksamkeit Homöopathie - Selbstmedikation oder Behandlung durch einen Homöopathen?

 

Homöopathische Behandlung in Eigenregie oder durch einen Homöopathen – gibt es Unterschiede in der Wirksamkeit?


Von vielen Patienten werden homöopathische Mittel in der Selbstmedikation angewandt. Es war bisher unklar, ob die Behandlung durch einen Homöopathen mit individualisierter Auswahl und Verabreichung wirksamer ist als die Selbstmedikation.
 
In der Diskussion um die Wirksamkeit der Homöopathie wird immer wieder angeführt, dass allein die Behandlung durch einen Homöopathen, unabhängig von der Wirkung der verabreichten Mittel, wesentlich zum Behandlungserfolg beiträgt.

Ziel einer randomisierten, kontrollierten Studie war es daher, die Wirkung einer homöopathischen Selbstmedikation bei Kindern abzugrenzen von der Wirkung einer komplexen homöopathischen Versorgung durch einen Homöopathen, die neben der Auswahl und Verabreichung der Mittel auch eine Beratung, Untersuchung und Betreuung des Patienten umfasst (Steinsbekk et al.).

Vergleich der Wirksamkeit von Homöopathie und Allopathie (Schulmedizin)


Homöopathische Behandlung im Vergleich zur konventionellen Standardtherapie in der allgemeinmedizinischen Praxis – gibt es Unterschiede in der Wirksamkeit?


Schnupfen, Halsschmerzen und Ohrenschmerzen

Das Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit der Homöopathie im Vergleich zur konventionellen Behandlung akuter Atemwegserkrankungen und Erkrankungen des Ohres zu bewerten (Haidvogl et al.).
In dieser internationalen Untersuchung wurden die Behandlungsergebnisse von allgemeinmedizinischen Erkrankungen wie Schupfen, Halsschmerzen, Ohrenschmerzen, Husten und Nasennebenhöhlen-Beschwerden bewertet. Als Therapieerfolg wurde die Responder-Rate, das heißt der Anteil der Patienten, mit  "vollständiger Genesung" oder "wesentlicher Verbesserung" in jeder Behandlungsgruppe gemessen. Der primäre Studienendpunkt war die Responderrate nach 14 Tagen Therapie. In das Ergebnis flossen Daten von 1.577 Patienten ein, von denen 857 homöopathische und 720 konventionelle Behandlungen erhalten hatten.

Homöopathie zur Behandlung der Nasennebenhöhlenentzündung




Sind homöopathische Mittel bei Sinusitis wirksam?


Welche Fragen werden in diesem Beitrag beantwortet?
Lindern homöopathische Mittel die Beschwerden einer Rhinosinusitis?
Wie wirken Homöopathika?
Gibt es überzeugende Daten zur Wirksamkeit der Homöopathie bei Nasennebenhöhlenentzündungen?
Sind homöopathische Mittel wirksamer als Placebo?


Hintergrund 

Der Begriff "Homöopathie" entstammt der griechischen Sprache und wird vielfach mit "ähnliches Leiden" übersetzt. Das bedeutet, dass in der Homöopathie eine Erkrankung mit einer kleinen Menge eines Naturstoffs behandelt wird, die beim gesunden Menschen, in höherer Dosis verabreicht, zu ähnlichen Symptomen führt, wie sie für diese Erkrankung charakteristisch sind.

Die Homöopathie wird von Teilen der wissenschaftlichen Medizin als wirkungslose Behandlungsmethode angesehen.


Wirkmechanismus 

Ein pharmakologischer Wirkmechanismus für homöopathische Arzneimittel ist bis heute nicht bekannt.

Die Homöopathie basiert auf der Grundannahme des von Hahnemann formulierten Ähnlichkeitsprinzips: „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ (similia similibus curentur). Folglich sollte ein Mittel so ausgewählt werden, dass es an Gesunden ähnliche Symptome hervorruft, wie die, an denen der Kranke leidet.


Studien zur Wirksamkeit 

Akute Rhinosinusitis / Nasennebenhöhlenentzündung