Atemwegsinfektionen vorbeugen – wirken Flavonoide aus Obst und Gemüse?


Erkältung, Rachenentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung - Verringern Flavonoide die Schwere und Dauer von Infektionskrankheiten?

Hilft eine flavonoid-reiche Ernährung Erkältungen vorzubeugen?

Warum wirkt „gesunde Ernährung“? – sind Flavonoide ein Teil der Erklärung?



Hintergrund

Flavonoide, eine Gruppe natürlicher Substanzen mit variablen phenolischen Strukturen, finden sich in Früchten, Gemüsen, Tee und Wein. Diese natürlichen Produkte sind für ihre positiven Wirkungen auf die Gesundheit bekannt.
Flavonoide sind verantwortlich für die Farbe und das Aroma von Pflanzen. Flavonoide schützen Pflanzen vor Frost oder Trockenheit und wirken als UV-Filter, sie haben zudem eine Funktion als Signalmoleküle für die Bestäubung.
Derzeit sind etwa 6000 Flavonoide bekannt, die u.a. zum farbigen Aussehen von Früchten, Kräutern, Gemüse und Heilpflanzen beitragen (4).

Prädiabetes – Können Lebensstiländerungen den Übergang zum manifesten Diabetes verhindern?



 

Was bringen Lebensstiländerungen zur Vorbeugung eines Diabetes?



Prädiabetes – Sind eine Ernährungsumstellung und mehr Sport hilfreich?

 

Zusammenfassung
Als Prädiabetes bezeichnet man die Vorstufe des Diabetes mellitus, bei der bereits ein erhöhter Nüchternblutzucker oder eine gestörte Glukosetoleranz vorliegt. Ca. 35 % der Erwachsenen über 20 Jahre weisen einen Prädiabetes auf. Jährlich werden etwa 5 bis 10 % der Patienten mit Prädiabetes einen manifesten Diabetes mellitus Typ 2 entwickeln. Der bedeutsamste Risikofaktor ist Übergewicht. Adipositas bedeutet im Vergleich zum Normalgewicht ein 20- bis 40-fach höheres Diabetes-Risiko. Die wichtigsten Maßnahmen bei Prädiabetes sind eine Änderung des Lebensstils und eine Gewichtsreduktion. Ziel ist eine Gewichtsabnahme um ca. 7 %, zusätzlich sollte ein Trainingsprogramm mit etwa 30 Minuten körperlicher Belastung pro Tag durchgeführt werden. Eine Lebensstilintervention kann das Diabetes-Risiko um bis zu 50 % reduzieren.

Naturheilmittel zur unterstützenden Behandlung bei Diabetes mellitus – Teil 3 Vitamine


Haben Vitamine einen positiven Einfluss auf die Blutzuckerspiegel bei Diabetes mellitus?

 

Teil 3

 

Vitamine



Vitamin D

In einer Fall-Kontroll-Studie wurden 1.195 Patienten mit Typ-2-Diabetes, 121 Prädiabetiker und 209 gesunde Kontrollen untersucht. Patienten mit Diabetes mellitus hatten niedrigere Serum-Vitamin-D-Spiegel im Vergleich zu Prädiabetikern und gesunden Kontrollpersonen. Darüber hinaus war ein Vitamin-D-Mangel bei Typ-2-Diabetikern mit einer verminderten Insulinproduktion verbunden (Esteghamati 2015).
Diese Ergebnisse sprechen dafür, dass Personen mit einem Prädiabetes und Patienten mit manifestem Diabetes einen Vitamin-D-Mangel vermeiden sollten, um die Blutzuckerkontrolle nicht weiter zu verschlechtern.

Naturheilmittel zur unterstützenden Behandlung bei Diabetes mellitus - Teil 2 Pflanzliche Wirkstoffe


 

Welche Naturheilmittel haben einen positiven Einfluss auf die Blutzuckerspiegel bei Diabetes mellitus?


Teil 2

 

Pflanzliche Wirkstoffe:

Schwarzkümmel, Bittermelone, Lycopin, Curcumin, Flohsamen (Psyllium), Passionsblumen-Extrakt, Zimt, Knoblauch, Grüner Tee, Ginseng




Welche Fragen werden in diesem Beitrag beantwortet?


  • Sind Naturheilmittel eine sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen Standardterapie bei Diabetes mellitus Typ 2?
  • Welche pflanzlichen Wirkstoffe können zur Senkung der Blutzuckerspiegel beitragen?
  • Warum können sich Tomaten- und Curry-Mahlzeiten günstig auf die Blutzuckerkontrolle auswirken?
  • Hilft Zimt den Blutzuckerspiegel zu senken?
  • Wirkt Grüner Tee bei Diabetes?
  • Hat Knoblauch eine Bedeutung für Diabetiker?

 

Hintergrund

Lebensstilmodifizierende, nichtmedikamentöse Therapiemaßnahmen stellen in jeder Phase der Erkrankung die Basistherapie dar, sind jedoch allein häufig nicht ausreichend. In allen Phasen der Erkrankung, in denen eine medikamentöse Therapie noch nicht angezeigt ist, können pflanzliche Wirkstoffe dazu beitragen die Stoffwechselsituation zu verbessern. Auch in den Fällen von Unverträglichkeit gegenüber der medikamentösen Standardtherapie können pflanzliche Anti-Diabetika hilfreich sein. Bei einem manifesten Diabetes mellitus Typ 2 ist die alleinige Behandlung mit denen in diesem Beitrag aufgeführten Wirkstoffen nicht ausreichend. In Anbetracht der Tatsache, dass die Blutzuckereinstellung von Menschen mit Typ-2-Diabetes mit den als Arzneimittel zugelassenen Antidiabetika gut möglich ist, werden Naturheilmittel in den aktuellen Therapieleitlinien zum Diabetes nicht empfohlen (NVL, Diabetes-Typ-2).

Für einige der in dieser Übersicht aufgeführten Pflanzenwirkstoffe gibt es überzeugende Hinweise auf eine Wirksamkeit beim Diabetes mellitus Typ 2.
Diese Substanzen haben in der Regel keine Zulassung als Arzneimittel, das heißt auch, dass es keine genauen Dosisempfehlungen gibt und ihre Langzeitverträglichkeit oft nicht bekannt ist. Von der Schulmedizin werden diese Naturheilmittel oft in ihrer Wirkung unterschätzt.

Naturheilmittel zur unterstützenden Behandlung bei Diabetes mellitus - Teil 1 Mikronährstoffe


Welche Mikronährstoffe haben einen positiven Einfluss auf die Blutzuckerkontrolle bei Diabetes mellitus?


Teil 1

Mikronährstoffe Coenzym Q10, Resveratrol, L-Carnitin, Gelée Royale, Beta-Carotin




Coenzym Q10

Coenzym Q10 ist eine körpereigene Substanz, die zudem über die Nahrung aufgenommen wird. Als Bestandteil der Atmungskette ist Coenzym Q10 essenziell z.B. für die Energiebereitstellung in den Mitochondrien (den „Kraftwerken“ der Zelle).

Für Coenzym Q10 sind in der Literatur eine Reihe positiver Einflüsse auf den Diabetes beschrieben:

• Coenzym Q10 verbessert, ergänzend zur medikamentösen antidiabetischen Therapie gegeben, die Blutzuckerkontrolle, u.a. über eine Erhöhung der Insulin-Sekretion (Mezawa M 2012). 

• Q10 reduziert bei Typ-1-Diabetikern die HbA1c-Konzentration und vermindert eine Hyperglykämie. (Dzugkoev 2012).


Die Bedeutung von Mineralstoffen und Spurenelementen beim Diabetes mellitus


Sind Magnesium, Zink oder Calcium zur unterstützenden Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 wirksam?



Hintergrund

Die Bedeutung von Spurenelementen und Mineralstoffen beim Diabetes mellitus wurde lange Zeit unterschätzt. Jüngere Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass mehrere Spurenelemente und Mineralstoffe ganz wesentlich Einfluss haben auf die Entwicklung hin zu einem manifesten Diabetes. Auch die Blutzuckerkontrolle beim Diabetes mellitus Typ 2 scheint durch ausgewählte Mikronährstoffe positiv beeinflussbar zu sein. 

Diabetes Prävention – Welchen Einfluss haben Magnesium, Calcium, Eisen und Selen auf das Risiko einen Diabetes mellitus zu entwickeln?


Kann eine ausreichend Zufuhr von Mineralstoffen einen Diabets vermeiden?

Welche Bedeutung haben Spurenelemente bei der Vorbeugung einer Zuckerkrankheit?



Hintergrund

Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2 sind neben dem Übergewicht ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung.
Weniger bekannt ist, dass auch eine hohe Zufuhr von Eisen oder eine unzureichende Versorgung mit Calcium das Diabetes-Risiko ansteigen lässt. 

Übersäuerung durch Ernährung - Bedeutet ein Säureüberschuss eine Gefahr für die Gesundheit?

 

Erhöhen säurebildende Lebensmittel das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Nierensteine? – Was ist wissenschaftlich belegt?



Stellt eine hohe Säurelast aus der Ernährung einen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar?



Hintergrund

Der übermäßige Verzehr von Nahrungsmitteln, die zu einer Säurebelastung des Körpers beitragen (phosphor- und proteinreiche Lebensmittel) bei gleichzeitig geringer Zufuhr von Nahrungsmitteln, die zu Basen verstoffwechselt werden (kalium-, calcium- und magnesiumreiche Lebensmittel) führt zu einer Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts. Wenn dieser Zustand über längere Zeit bestehen bleibt, kann sich besonders bei älteren Personen eine geringgradige metabolische Azidose (Übersäuerung des Blutes) entwickeln und zu metabolischen Störungen wie Nierensteinbildung, erhöhter Knochenresorption, verminderter Knochenmineraldichte und dem Verlust von Muskelmasse führen. Zudem erhöht diese Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts das Risiko für chronische Krankheiten wie Diabetes mellitus und Bluthochdruck (17, 18, 20).

Übermäßig starkes Schwitzen – welche Behandlungsmöglichkeit gibt es?


Mehr als starkes Schwitzen: Hyperhidrose



Hintergrund

Übermäßiges Schwitzen kann zu einer Krankheit werden. In diesem Fall spricht man von Hyperhidrose. Bei dieser Störung produziert der Körper unabhängig von den Temperaturen in Räumen oder im Freien unkontrollierbar viel Schweiß. Gleichgültig, ob es warm oder kalt ist, unabhängig von der Tages- oder Jahreszeit berichten die Betroffenen über ein unverhältnismäßig starkes Schwitzen. Die Leidtragenden sind stetig auf Suche nach Möglichkeiten, das Schwitzen zu reduzieren.

Hyperhidrose ist ein relativ häufiges Problem, das ca. 2 % bis 3 % der Bevölkerung betrifft. Betroffene berichten beispielsweise über lokalisiertes Schwitzen an Händen, Füßen, Gesicht oder Unterarmen. Aber auch ein mehr generalisiertes Schwitzen an mehreren Stellen des Körpers kommt vor. In jedem Fall beklagen Menschen mit Hyperhidrose immer eine erhebliche Verminderung ihrer Lebensqualität.

Schwarzkümmel – welche gesundheitlichen Wirkungen sind belegt?



Auf dem Punkt gebracht:

Die Einnahme von Schwarzkümmel kann zu einer Blutdrucksenkung beitragen.

Auch eine Abnahme der Nüchtern-Blutzuckerspiegel bei Diabetes mellitus ist belegt. Darüber hinaus vermindert Schwarzkümmel die HbA1c-Spiegel als Hinweis auf eine verbesserte Blutzuckereinstellung. Die regelmäßige Einnahme von Schwarzkümmel kann zudem zu einer Verminderung des Gesamtcholesterins, der LDL- und der Triglycerid-Konzentrationen führen. Weiterhin sind schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkungen beschrieben. Möglicherweise weißt Schwarzkümmel eine Anti-Tumorwirkung auf. Es liegen Hinweise für eine Wirkung bei verschiedenen Krebsarten vor.

 

Hintergrund

Schwarzkümmel (Nigella sativa) wird in der Naturheilkunde bei Allergien, Neurodermitis und bei Asthma bronchial eingesetzt. Darüber hinaus wurden Behandlungserfolge bei der Behandlung der Psoriasis (Schuppenflechte) und bei der Stärkung des Immunsystems beschrieben. Auch Verdauungsprobleme und ein erhöhter Blutdruck lassen sich Studien zufolge möglicherweise durch Schwarzkümmelöl positiv beeinflussen.
Kontrollierte Untersuchungen weisen zudem auf eine Wirksamkeit von Schwarzkümmel bei der unterstützenden Behandlung von Krebs hin. In diesem Zusammenhang wurde auch über eine Verminderung von Nebenwirkungen im Rahmen der Chemotherapie berichtet.

Am besten untersucht sind die Wirkungen von Schwarzkümmel beim Diabetes mellitus Typ II. Ebenfalls gut untersucht ist der Einfluss von Schwarzkümmel auf den Blutdruck und auf den Cholesterinstoffwechsel.

Natürliche Antibiotika – Können Meerrettichwurzel und Kapuzinerkressenkraut bakterielle Infektionen günstig beeinflussen?

 

Sinusitis und Bronchitis – Lassen sich Infektionen der Nasennebenhöhlen und der Bronchien ausreichend mit Naturheilmitteln behandeln?



Hintergrund

In der Naturheilkunde wird Meerrettichwurzel (Armoraciae rusticanae radix) verwendet, um die Abwehrkräfte zu stärken und Erkältungskrankheiten vorzubeugen. Zubereitungen aus dem Kraut der Kapuzinerkresse (Tropaeoli majoris herba) werden traditionell zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen angewendet.

Leucin verringert den Muskelverlust durch Ruhigstellung



Erhalt von Muskelkraft und Muskelmasse trotz Ruhigstellung – Stellenwert der essentiellen Aminosäure Leucin



Hintergrund

Verletzungen führen typischerweise zu einem Aussetzen der körperlicher Aktivität oder sind zumindest mit einer Verringerung der sportlichen Aktivität verbunden. Schwere Verletzungen können zur Immobilisierung einer Extremität führen. Jüngste Untersuchungen deuten darauf hin, dass etwa die Hälfte der Verletzungen als so schwerwiegend anzusehen ist, das im Durchschnitt mehr als 3 Wochen Training verloren gehen.


Verlust an Muskelkraft und Muskelmasse durch Immobilisation

Ein signifikanter Muskelverlust ist bereits 5 Tage nach Immobilisation nachweisbar. Messungen am Muskel deuten darauf hin, dass Muskelgewebe bereits nach nur 36 Stunden Inaktivität verloren geht. Darüber hinaus beeinträchtigt die Immobilisierung die Sehnenstruktur und -funktion.
Typischerweise dauert das Wiedererlangen der vollen Funktion und die Rückkehr zum normalen Training länger als die Immobilisierungsphase (Tipton 2015).

Ernährungsmaßnahmen können erheblich Einfluss nehmen auf eine verletzungsbedingte Immobilisierung und Inaktivität. Die Ernährung kann dazu beitragen, dass ein Sportler schneller zur vollen Aktivität und zum Training zurückkehren kann.

Muskelschwund im Alter - Wie lässt sich der Muskelabbau bei älteren Menschen vermindern?


Der besondere Stellenwert von Leucin beim Erhalt von Muskelkraft und Muskelmasse im höheren Lebensalter



Hintergrund

Der Verlust an Muskelmasse im normalen Alterungsprozess liegt nach dem 40. Lebensjahr bei 3 % bis 8 % pro Dekade. Dieser Verlust beschleunigt sich nach dem 65. Lebensjahr. Der Verlust an Muskelkraft ist noch deutlich ausgeprägter als der Verlust an Muskelmasse. Der Kraftverlust in den oberen Extremitäten liegt bei 20 bis 40 % im Alter von 70 Jahren (Evans 1995).

Mit zunehmendem Lebensalter steigt der Anteil der Menschen die einen altersbedingten Muskelabbau bis hin zu einem Muskelschwund (Sarkopenie) entwickeln. Etwa 13 Prozent der 60- bis 70-Jährigen weist einen deutlichen Muskelabbau mit Verlust der Muskelmasse und Muskelkraft auf. Dieser Anteil steigt auf bis zu 50 Prozent in der Altersgruppe der über 80-Jährigen (Ispoglou 2016). 

Leucin unterstützt die Regeneration von Muskelverletzungen


Stellenwert einer Leucin-Supplementation im Sport

 

Hintergrund

Von allen Nährstoffen besitzt die Aminosäure Leucin die am stärksten ausgeprägte anabole Wirkung auf die Skelettmuskulatur. Leucin stimuliert die Muskel-Protein-Synthese und kann damit den Muskelaufbau fördern.

Yoga bei chronischen Rückenschmerzen



Hat Yoga einen günstigen Effekt auf die Schmerzen?

Vermindert Yoga die Bewegungseinschränkungen?



Hintergrund

Unspezifische Rückenschmerzen sind häufig, können die alltäglichen Aktivitäten deutlich einschränken und werden regelmäßige in Eigenregie und/oder mit nicht-verschreibungspflichtigen Medikamenten behandelt. Aktuelle Leitlinien sprechen sich für den Einsatz von Bewegungstherapie zur Vorbeugung und Behandlung von chronischen, unspezifischen Rückenschmerzen aus. Yoga wird als ein ganzheitliches Übungsprogramm verstanden, welches auf Körper, Geist und Seele wirkt. Yoga wird auch zur Behandlung von unspezifischen Schmerzen im unteren Rücken eingesetzt. Ziel dieses Beitrags ist die Bewertung der wissenschaftlichen Literatur zur Wirksamkeit von Yoga bei chronischen Rückenschmerzen.

Ist Hypnose wirksam zur Behandlung des Reizdarmsyndroms?

 

Kann eine regelmäßige Hypnose-Behandlung die Symptome beim Reizdarmsyndrom günstig beeinflussen?

In einer Metaanalyse wurde die Wirksamkeit der Hypnose bei Patienten mit Reizdarmsyndrom auf der Basis von 8 kontrollierten Studien mit zusammen 464 Patienten bewertet. In den Untersuchungen wurden im Mittel 8,5 Hypnose-Sitzungen (Median) über einen Zeitraum von im Mittel 12 Wochen durchgeführt.

Positive Wirkungen von Sauna – eine Senkung der Cholesterinspiegel ist möglich



Hat regelmäßiges Saunen einen günstigen Effekt auf den Fettstoffwechsel?

Immer wieder diskutiert wird die Frage, ob ein regelmäßiger Gang in die Sauna sich auch positiv auf den Fettstoffwechsel und insbesondere auf die Cholesterinspiegel im Blut auswirkt. Zu dieser Fragestellung liegen nur wenige kontrollierte Untersuchungen vor. 

Eine Studie an jungen Erwachsenen lieferte einen deutlichen Hinweis, dass eine regelmäßige Nutzung der Sauna (in der Studie: 10-mal in drei Wochen, jeweils drei Durchgänge, Temperatur 90°C) zu einer signifikanten Abnahme des Gesamt-Cholesterins und des LDL-Cholesterins beiträgt. Vorübergehend wurde auch eine Verminderung der Triglyceride und ein Anstieg beim HDL-Cholesterin beobachtet. In der Nachbeobachtungsphase zeigten sich jedoch Hinweise, dass dieser Benefit nach Ende der Sauna-Periode langsam über mehrere Wochen wieder verloren geht. Die Autoren vermuten, dass die Sauna einen vergleichbar günstigen Effekt auf das Lipidprofil ausübe wie eine moderate sportliche Betätigung (Gryka et al. 2014). 

Zu vergleichbaren Ergebnissen kommt eine Studie an 20 gesunden, jungen Frauen, bei denen nach 7 Sauna-Tagen in einem Zeitraum von 2 Wochen ebenfalls eine Reduktion des Gesamt-Cholesterins, des LDL-Cholesterins und der Triglyceride dokumentiert werden konnte (Pilch et al. 2010).

Positive Wirkungen von Sauna – Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen?


In einer großen Studie in Finnland wurde über einen Zeitraum von 20 Jahren untersucht, ob ein regelmäßiger Sauna-Besuch Einfluss auf die Sterblichkeit aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat bzw. insgesamt die Sterblichkeit beeinflusst.

Die 2.315 Teilnehmer wurden unterteilt, je nachdem, wie häufig sie pro Woche in die Sauna gingen (1-mal, 2- bis 3-mal oder 4- bis 7-mal). Als Ergebnis zeigte sich, je häufiger die Sauna besucht wurde, desto geringer war das Risiko für einen plötzlichen Herztod, den durch KHK-bedingten Herztod oder den Tod aufgrund jeglicher Ursache (Laukkanen 2015).

Vermindert regelmäßiges Saunen das Risiko für eine Demenz-Erkrankung?


In einer weiteren Analyse konnte auch ein positiver Effekt von Sauna-Besuchen auf das Risiko an einer Demenz oder einem M. Alzheimer zu erkranken nachgewiesen werden. Die Daten deuten darauf hin, dass ein 2- bis 3-mal wöchtlicher Gang in die Sauna das Risiko für eine Demenz um 22 % vermindert im Vergleich zu einem nur einmal wöchtlichen Sauna-Besuch. Noch deutlicher war die Risikominderung bei den Personen, die 4- bis 7-mal pro Woche die klassische (finnische) Sauna besuchten (-66 %) (Laukkanen 2016). Eine ähnliche Risikominderung konnte für die Alzheimer-Erkrankung dokumentiert werden.

Sauna - Welchen Einfluss hat regelmäßiges Saunen auf den Blutdruck?

Wirkt regelmäßiges Saunen günstig bei Bluthochdruck?



Hintergrund

Die traditionelle Sauna (finnnische Sauna) verwenden entweder Holzöfen oder 220-V-Heizungen, um die Luft auf etwa 85 ° C zu erhitzen, was dann die Insassen, hauptsächlich über Konvektion, erwärmt.
Weit-Infrarot-Saunen (Infrarotwärmekabinen) erwärmen den Körper nicht über heiße Raumluft, wie z. B. bei einer finnischen Sauna, sondern über Infrarotstrahlung, die von Infrarotstrahlern erzeugt wird. Sie nutzen 120-V-Infrarot-Elemente, ähnlich den Infrarotwärmern auf Neugeborenen-Intensivstationen, um Wärme mit einer Wellenlänge von etwa 10 μm auszustrahlen.


Die Wirkung der traditionellen Sauna (finnnische Sauna) auf den Blutdruck

Bei 16 Patienten mit unbehandelter Hypertonie (8 Personen mit milder Hyertonie, 8 Personen mit hoch-normalen Blutdruckwerten) wurden die Auswirkungen von Sauna allein oder von Sauna in Verbindung mit einem Sportprogramm (30 Min. Fahrradergometer) auf den Blutdruck untersucht. In dieser Untersuchung gelang der Nachweis, dass ein Sportprogramm mit anschließender Sauna zu einer signifikanten Abnahme eines hoch-normalen oder leicht erhöhten Blutdrucks tagsüber und des systolischen Blutdrucks in der 24-Stunden-Blutdruckmessung führte, während die Sauna alleine keine signifikante Auswirkung auf den Blutdruck (24-Stunden-Messung) hatte (Gayda 2012). Die Blutdruckabnahme war 15 Minunten nach Abschluss der Sauna nachweisbar. Im Vergleich zur Kontrolgruppe lag der systolische Blutdruck zwei Stunden nach der Sauna sowohl in der nur Sauna-Gruppe als auch in der Gruppe mit der Kombination aus Sportprogramm und Sauna niedriger. Keine Unterschiede wurden beim diastolischen Blutdruck im Vergleich zur Kontrollgruppe beobachtet. In dieser Studie wurden nur die Wirkungen eines einaligen Saunabesuchs untersucht (Gayda 2012), die Wirkungen von regelmäßigen Sauna-Besuchen könnten von diesen Ergebnissen abweichen.

Ist Akupunktur wirksam bei Alkoholabhängigkeit?


Welche nicht-medikamentöse Behandlung vermindert das Verlangen nach Alkohol?

 

Alkoholabhängigkeit – Lassen sich Entzugssymptome durch Akupunktur reduzieren?



Hintergrund

Ungefähr 3,3 Millionen Todesfälle weltweit werden der Alkoholabhängigkeit jedes Jahr zugeschrieben. Die Prävalenz der Alkoholabhängigkeit in UK wurde im Jahr 2010 auf 5,9 % der Bevölkerung (8,7 % der Männer und 3,2 % der Frauen) geschätzt, verglichen mit ca. 4% in Europa.
Ein abhängiger Trinker, der aufhört zu trinken, erlebt ein Alkoholentzugssyndrom; Ist dies ein unangenehmer, manchmal auch lebensbedrohlicher Zustand mit Symptomen, die in ihrer Schwere variieren: Zittern, Agitation, Schwitzen, Fieber, Übelkeit und Krämpfe. Diese Symptome treten typischerweise innerhalb der ersten 24 Stunden nach Beendigung des Trinkens auf und können über Wochen andauern.

Studien zur Wirksamkeit der Akupunktur

In einer aktuellen Übersichtsarbeit und Metaanalyse wurden die bisher veröffentlichten Studiendaten dahingehend geprüft, ob die Akupunktur eine Alkoholabhängigkeit günstig beeinflusst. Es wurde u.a. untersucht, inwieweit die Akupunktur das Verlangen nach Alkohol und die Entzugssymptome vermindert.